Station Berlin, 7. - 8. Oktober 2020

Rahmenprogramm und Vorträge

READYMADE ARCHITEKTUR

Es geht uns nicht darum, eine Art Stil zu schaffen, sondern für jede Situation eine ganz spezifische Lösung zu finden. Das bedeutet nicht nur, auf Kontexte zu reagieren, sondern darüber hinaus an ihnen zu arbeiten, sie zu verändern. Wir könnten unsere Praxis auch Kontextproduktion nennen. Auf Duchamp zurückkommend, möchten wir die Logik des Readymade als Werkzeug für unsere Arbeit nutzen: Ein Readymade ist ein Objekt, das durch seine Dislokation, d.h. durch seine Dekontextualisierung und anschließende Rekontextualisierung, einen neuen Sinn erhält. An einem Readymade zu arbeiten bedeutet, dass man nicht das Objekt selbst verändert, sondern seinen Kontext. Es geht darum, für ein bestehendes Objekt einen neuen Kontext zu erzeugen. Wir betrachten Architektur als eine Form des kuratorischen Entwurfs: Der kuratorisch vorgehende Architekt nutzt bestehende Situationen und Objekte wie Readymades, um durch Manipulation ihres Kontextes neue Räume zu schaffen. Entwerfen wird als Gestaltung des Wahrnehmungsraumes verstanden, d.h. der Raum wird nicht als geometrisches Ereignis aufgefasst, sondern als eine Wahrnehmung, die vom Nutzer erzeugt wird.

 


Moderne Galerie Saarlandmuseum: © Hans-Christian Schink

 

 

 

KUEHN MALVEZZI, Berlin
www.kuehnmalvezzi.com


 

Copyright Porträt: © Vronsky


Dieses Seminar ist als Weiterbildung von der AK Berlin anerkannt.


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