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Faszinierende Fassaden, die städtische Identitäten prägen

30. April 2024

Entdecken Sie eine Fülle von Gestaltungsideen für Fassaden aus unterschiedlichen Materialien wie Ziegel, Lehm und Holz, die beim Vorbeigehen oder Betreten zum Nachdenken anregen und so das Straßenbild beleben.

 

Fassaden sind nicht nur die physische Eingangspforte eines Raumes, sondern bieten Architekten und Designern auch die Möglichkeit, innovative Silhouetten, Farben und Texturen in Gebäude einzubringen.

 


Die gewellten Ziegelfassaden spiegeln den Rhythmus der benachbarten Umgebung wider.
© Kilian O'Sullivan

 

In Marylebone im Zentrum Londons entwarfen die Architekten Bell Phillips die Cosway Street, eine neue Wohnsiedlung mit charakteristischen wellenförmigen Ziegelfassaden. Dies ist eine Reaktion auf die in der Umgebung vorherrschende spätviktorianische und georgianische Architektur. Die Fassade besteht aus drei leicht getönten Ziegeln mit hellen Steinverkleidungen. Die kontrastierenden Mörtelfarben gliedern das Gebäude in drei unterschiedliche Abschnitte, wobei jeder Abschnitt geschickt auf den Charakter des gegenüberliegenden Gebäudes reagiert. Das Motiv der kannelierten Fassade erinnert an die Bogenfenster und Rundsäulen einer nahegelegenen Kirche.

 


Das maßgeschneiderte Lehmziegelmauerwerk von Interlock erinnert an die eklektische Geschichte von Fitzrovia und bringt gleichzeitig eine moderne Note ins Spiel.
© Gilbert McCarragher


Interlock im nahe gelegenen Fitzrovia ist ein neues, fünfstöckiges Gebäude mit gemischter Nutzung, das von den Architekten Bureau de Change für den Bauträger HGG London entworfen wurde. Die innovative Verwendung von Ziegelmauerwerk verleiht der Fassade ein modernes und doch vertrautes Aussehen. Dafür wurde eine Kollektion von über 40 unförmigen und scheinbar nicht stapelbaren Tonblöcken entwickelt. Der speziell ausgewählte Mergelton wurde gebrannt, um eine schöne mattblaue Oberfläche zu erhalten. Das Gesamtergebnis ist ein Triumph der Textur, bei dem die Ziegel fast den Eindruck erwecken, sich zu verdrehen, während sie von den Passanten betrachtet werden.

 


Die Digi-Tech Factory von Coffey Architects, in der Bildung und Industrie nahtlos ineinander übergehen.
© Phil Coffey

 

In Norwich hat das Architekturbüro Coffey Architects ein Lehr- und Lerngebäude namens Digi-Tech Factory entworfen. Das dreigeschossige Gebäude hat eine sägezahnförmige Dachlinie, die von einer perforierten Schirmfassade umhüllt ist. Darüber hinaus verfügt es über ein großes Eingangsvordach und einen überdachten Platz. Die Leichtigkeit und das geringe Gewicht des Gebäudes waren ein wesentlicher Bestandteil des Entwurfs, die Perforation der Fassade verleiht dem Gebäude und seinen Nutzern eine haptische Qualität. Der Windfang sorgt für zusätzliche thermische und akustische Kontrolle und erhält gleichzeitig die Ein- und Ausblicke in die verschiedenen Lernbereiche sowie die Licht- und Schattenvariationen während des Tages.

 


Costa's Barbers verbindet Tradition und Innovation, wobei die Fassade mit dem historischen Charme der Straße harmoniert.
© Jim Stephenson 

 

In kleinerem Maßstab, aber nicht weniger innovativ, zeigt Costa's Barbers in der Battersea High Street die Umgestaltung eines leerstehenden Ladenlokals. Hinter dem Projekt stehen Brisco Loran und Arrant Industries, die gemeinsam als Planer, Bauunternehmer und Bauherr auftreten. In Anlehnung an die noch erhaltenen historischen Schaufenster in der Umgebung wurde eine traditionelle Holzfassade mit Holzpfosten errichtet. Zu den beweglichen Teilen der Fassade gehören zwei transluzente Schiebeelemente, die mit handgeschliffenen Glaskunstwerken von Pavilion Pavilion bestückt sind. Ob morgens hochgezogen, abends heruntergelassen oder in der Mitte aufgehängt, bieten sie Privatsphäre und eine flexible Verbindung zur Straße.

 


Die Fassade des Borough's Typewriter-Gebäudes in Borough würdigt das architektonische Erbe.
© Richars Chivers


Das Typewriter Building in Borough im Süden der britischen Hauptstadt erhält 2023 eine neue Fassade, die von W.RE, einem Spezialisten für Gewerbeimmobilien in London, in Zusammenarbeit mit Cowie Montgomery Architects entworfen wurde. Die Fassade ist eine Hommage an die Geschichte des Gebäudes, das im letzten Jahrhundert eine Schreibmaschinenfabrik beherbergte. Das 1957 von den Modernismus-Pionieren Richard Seifert und Willem Frischmann errichtete Gebäude 140 Borough High Street war einst Sitz eines führenden Büromaschinenherstellers und diente als Schulungszentrum für Bürotechnik.

 

Von strukturiertem Lehm bis hin zu dynamischem Holz - all diese Gebäude sprechen eine deutliche Sprache und bereichern mit jeder einzelnen Fassade das Stadtbild.

 

Dieser Artikel ist eine übersetzte Bearbeitung des Textes des Originalautors,
Helen Parton

 

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